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Währungsvielfalt behindert Vollendung des Europäischen Binnenmarktes

Die Europäische Kommission beauftragte das ifo Institut im Rahmen des »Single Market Review«-Programms, eine Untersuchung durchzuführen, die das Ausmaß einer der wichtigsten Hindernisse für die Vollendung des Binnenmarkts - nämlich die Kosten des Systems verschiedener Währungen in der Europäischen Union - aufzeigt. Im Gegensatz zu den bekannten Studien über den Binnenmarkt am Anfang dieses Jahrzehnts (Emerson, Cecchini)1, welche lediglich Prognosen vorlegen konnten, ist die 39 Bände starke »Single Market Review« eine erste umfassende Ex-post-Analyse des tatsächlich erreichten Integrationsstandes der EU-Wirtschaft. Die vollständige ifo Studie wird zur Zeit unter dem Titel »Currency Management Costs« in einer Gruppe von sechs Untersuchungen über den Abbau von Integrationsbarrieren in der EU in englischer Sprache von der Kommission veröffentlicht. Im folgenden Bericht werden auszugsweise einige Ergebnisse dieser umfangreichen Studie vorgestellt.


Ziel der Studie

Die Existenz verschiedener Währungen in der Europäischen Union verursacht Transaktionskosten beim Wechseln dieser Währungen und Wechselkursunsicherheit für Unternehmen, welche in der EU Handel treiben und Investitionen tätigen. Währungsrisiken verursachen indirekte Kosten, indem sie die Planungs- und Kalkulationssicherheit der Unternehmer reduzieren, den Preiswettbewerb zwischen Unternehmen in der EU vermindern und Handel und Direktinvestitionen in der Europäischen Union effizienzschädigend beinflussen, wenn Unternehmensstrategien zur Verminderung des Wechselkursrisikos Handels- und Investitionspläne, die nach vorhandenen komparativen Kostenvorteilen aufgestellt wurden, durchkreuzen. Sowohl die direkten als auch die indirekten Kosten vermindern den Wohlstand in der Union.

Drei Hauptthemen werden in dieser Studie behandelt

Nachdem einleitend die Finanzmarktliberalisierung im europäischen Binnenmarkt beschrieben wurde, wird erstens untersucht, welchen Einfluß das Binnenmarktprogramm, insbesondere durch die Deregulierung der Kapitalmärkte, auf die Transaktionskosten pro Tauscheinheit ausgeübt hat. Dabei stellt sich die Methodenfrage, wie andere mögliche Einflüsse auf Transaktionskosten ausgeschlossen werden können. Der gewählte Ansatz ist der Ländervergleich und die Disaggregierung der Kosten in solche, welche eher Volatilitätsunterschiede zwischen den Währungen widerspiegeln (insbesondere unternehmensinterne Personal- und Ausrüstungskosten für das Devisenmanagement) und andere, welche durch die Wettbwerbsintensität im Bankensektor beeinflußt werden (insbesondere Tauschkosten). Durch den Ländervergleich wird der Einfluß globaler Finanzmärkte (Kostensenkung durch Spezialisierung, technischen Fortschritt und erhöhte globale Konkurrenz), der auf alle Länder gleich wirkt, ausgeschaltet.

Zweitens werden neue Schätzungen der Kosten des Devisenmanagements in den EU(12) Staaten für die Jahre 1986 bis 1995 vorgestellt.

Drittens wird über die Ergebnisse einer vom ifo Institut organisierten Umfrage über Unternehmensstrategien zur Wechselkursabsicherung in den fünf großen EU-Ländern (Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Italien und Spanien) berichtet.2 Dieser Teil der Studie informiert auch darüber, ob und inwieweit Wechselkursvolatilität und Unternehmensgröße systematische Einflüsse auf die Wahl von Strategien ausüben.

Finanzmarktliberalisierung im Binnenmarktprogramm

Der Europäische Binnenmarkt soll durch den Einsatz zahlreicher angebotsseitiger Maßnahmen verwirklicht werden. Die einzelnen Maßnahmen zielen auf einen Abbau nationaler Schutzeinrichtungen (Deregulierungen) bei gleichzeitiger Errichtung von europaweiten Mindeststandards (Harmonisierung) ab. Für die Studie sind besonders jene Maßnahmen von Interesse, die das Bankenrecht, die Zahlungssysteme und den Kapitalverkehr betreffen.

Änderungen im Bankenrecht ermöglichen stärkeren Wettbewerb

Die Europäische Kommission hat zwei Bankrechtskoordinierungsrichtlinien erlassen.3 Sie beinhalten Regeln zur Errichtung eines einheitlichen Finanzmarkts, in dem Banken mit möglichst wenig Beschränkungen in jedem anderen EU-Mitgliedstaat tätig sein können. Von besonderer Bedeutung ist die zweite Bankrechtsrichtlinie von 1989, weil sie eine einheitliche Zulassung von Banken in jedem EU-Mitgliedstaat verfügt. Hiermit haben alle zugelassenen Banken der einzelnen Mitgliedstaaten das Recht, Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten zu eröffnen und Finanzdienstleistungen anzubieten.

Empfehlungen für Verbraucherschutz und Zahlungsverkehr verabschiedet

Im Bereich der Zahlungssysteme hat die Kommission zwei Empfehlungen4 für den elektronischen Zahlungsverkehr und zum Verbraucherschutz für Zahlungskarteninhaber verabschiedet.

Außerdem hat die Kommission im Jahr 1994 zunächst eine Empfehlung über die »Transparenz der Bankkonditionen bei grenzüberschreitenden Finanztransaktionen«5 erlassen; mit dieser sollte die Funktionsfähigkeit des Zahlungssystems verbessert werden, um Zahlungen weniger langsam, billiger und zuverlässiger vonstatten gehen zu lassen; auch sollten durch die Umsetzung dieser Empfehlung die Kosten der Finanztransaktionen für die Kundschaft leichter verständlich und zugänglich werden.

Wegen der geringen Neigung, die empfohlenen Maßnahmen in nationales Recht umzusetzen, hat sich die Kommission zu einem »Vorschlag für eine Richtlinie über grenzüberschreitende Überweisungen« entschlossen.6 Dieser Vorschlag geht mit seinem Maßnahmenbündel über die vorgesehenen Bestimmungen in der oben genannten Empfehlung hinaus; u.a. ist folgendes vorgesehen:

- Es werden Mindestanforderungen an die Transparenz für Absender und Empänger von Überweisungen gestellt.

- Die Banken werden verpflichtet, grenzüberschreitende Überweisungen in der Zeitspanne zum Abschluß zu bringen, die zwischen dem Auftraggeber und seiner Bank vereinbart wurde. Fehlt eine derartige Vereinbarung, so muß die Überweisung innerhalb von fünf Arbeitstagen abgeschlossen sein.

- Die grenzüberschreitende Überweisung muß so ausgeführt werden, daß der angewiesene Betrag in voller Höhe beim Empfänger ankommt (Vermeidung von »double charging«).

- Wird eine grenzüberschreitende Überweisung nicht ausgeführt, so hat der Auftraggeber Anspruch darauf, daß ihm der volle Überweisungsbetrag bis zu einer Höhe von 10 000 ECU zuzüglich Zinsen und Gebühren 15 Geschäftstage nach seinem Ersuchen auf sein Konto erstattet wird.

Der Kapitalverkehr wird liberalisiert

Der freie Kapitalverkehr ist unverzichtbar für die Dienstleistungsfreiheit, besonders im Bereich der Finanzdienstleistungen. Die »Richtlinie zur vollständigen Liberalisierung des Kapitalverkehrs«7 ergänzt somit die oben genannten Bankrechtskoordinierungsrichtlinien.

Noch wichtiger ist aber, daß damit die Voraussetzungen für einen einheitlichen Finanzraum geschaffen werden, von dem die Nachfrager nach Finanzdienstleistungen direkt profitieren: Die Bürger und die Unternehmen jedes Mitgliedstaats haben in einem einheitlichen Finanzraum Zugang zu den Finanzsystemen der anderen Mitgliedstaaten und zu allen in diesen Ländern angebotenen Finanzprodukten.

Die Richtlinie ist heute in allen EU-Mitgliedstaaten umgesetzt.

Hypothesen über die direkten Wirkungen des Binnenmarkts auf Tauschkosten und Devisenumsatz

Die oben genannten Maßnahmen zur Vollendung des Finanzbinnenmarkts haben das Ziel, einen effizienteren grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu ermöglichen und damit die Transaktionskosten zu senken.

- Die Markttransparenz ist durch die Empfehlung bzw. durch den Richtlinienvorschlag »zur Verbesserung der Transparenz beim grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr« gestiegen.

- Direkte Marktzugangsbeschränkungen für Nachfrager nach Finanzdienstleistungen sind durch die Kapitalverkehrsliberalisierungsrichtlinie weggefallen.

- Direkte Marktzugangsbeschränkungen für Anbieter von Finanzdienstleistungen, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat tätig sein wollen, wurden durch die zwei Bankrechtskoordinierungsrichtlinien und die Kapitalverkehrsliberalisierungsrichtlinie beseitigt.

- Die Harmonisierung von »Grundregeln« hat den »fairen Wettbewerb« - den Wettbewerb bei ähnlichen Anfangsbedingungen - um die Kunden im Devisenhandelsgeschäft intensiviert.

- Die Empfehlung für den Zahlungskartengebrauch hat den Preis dieser Dienstleistung gesenkt.

- Durch den freien Kapitalverkehr hat sich der Devisenhandel dorthin verlagert, wo er - bei gleicher Qualität - am kostengünstigsten ist. Im Zuge der verstärkten Konzentration des Devisenhandels auf effizient arbeitende Devisenhandelszentren dürften »Economies of scale« zu weiteren Kostensenkungen führen.

- Die Verstärkung des Wettbewerbs im Devisenhandel hat nicht nur einen einmaligen Kostensenkungsschub ausgelöst, sondern zieht auch »dynamische Effizienzgewinne« nach sich.

Neben diesen Veränderungen, die auf den Parameter des »Preises« des Devisentauschvorgangs wirken, dürften zusätzlich auch nichtpreisliche Parameter (Qualität) beeinflußt werden. So ist einerseits die Produktvielfalt der angebotenen Finanzdienstleistungen gestiegen. Andererseits haben sich die Sicherheit und Bequemlichkeit für die Nachfrager nach Finanzdienstleistungen erhöht.

Unvollkommenheiten der europäischen Finanzmärkte in den achtziger Jahren

Die Bankenrechts-, Zahlungssystems- und Kapitalverkehrsmaßnahmen dürften eine Senkung der Transaktionskosten pro Tauscheinheit eingeleitet haben. Ceteris paribus vermindern sich hierdurch automatisch die Hemmnisse der wirtschaftlichen Integration. Die Maßnahmen des Binnenmarktprogramms können aber nicht allein alle diesbezüglichen Transaktionskosten eliminieren; vielmehr dürften sie sich lediglich in vormals besonders stark regulierten Märkten (z.B. Spanien, Italien) auf das Niveau der Kosten in schon offenen Märkten (insbesondre Großbritannien und Niederlande) zubewegen.

Im März 1988 veröffentlichte die EU-Kommission eine Studie von Price Waterhouse über das Ausmaß der Marktunvollkommenheit in acht europäischen Ländern Ende der achtziger Jahre.8 Die Autoren untersuchten die Preise von 16 standardisierten Geldmarktprodukten und Finanzdienstleistungen im Winter 1987/88 und schätzten die durch die Realisierung des Binnenmarktprogramms möglichen Preissenkungen (vgl. Tab. 1.) Für die EU(8) erschien eine Preisreduzierung von 21% möglich; das größte Preissenkungspotential ermittelten sie für Spanien und Italien, auch für Frankreich und Deutschland sahen sie noch erhebliche Spielräume im Vergleich zu Großbritannien und den Niederlanden.

Die Rangordnung von 1987/88 wird mit den Ergebnissen der 1994/95 in den fünf großen EU-Volkswirtschaften durchgeführten Unternehmensbefragung verglichen.

Die Währungskrise im Herbst 1992 erhöht die Volatilität der europäischen Währungen

Der Einfluß des Binnenmarktprogramms auf die Kosten des Währungsmanagements muß unabhängig von anderen Einflußgrößen dargestellt werden. Das schließt eine einfache Zeitreihenanalyse aus. Der durch die Globalisierung intensivierte Wettbewerb auf den Kapitalmärkten, der technische Fortschritt und die Produktivitätsentwicklung im Informations- und Kommunikationssektor sowie die zunehmende Wechselkursvolatilität europäischer Währungen seit der Währungskrise im Herbst 1992 haben die Transaktionskosten ebenfalls stark beeinflußt.

Das Ausmaß der Wechselkursschwankungen - gemessen an der Standardabweichung der täglichen Veränderung der bilateralen Wechselkurse - wird für die Zeiträume vor und nach dem Herbst 1992 dargestellt (vgl. Tab. 2). Die Währungspaare sind in einer Rangordnung nach dem Anstieg der Volatilität aufgelistet. Im Zeitrum September 1992 bis August 1995 hat sich die Volatilität aller untersuchten Wechselkurse erhöht. Am stärksten zugenommen (um über 300%) hat die Volatilität der italienischen Lira (gemessen sowohl am DEM/ITL- als auch am FRF/ITL-Kurs), gefolgt von der spanischen Peseta (DEM/ESP oder FRF/ESP), vom französichen Franc (DEM/FRF) und dem britischen Pfund (DEM/GBP oder FRF/GBP).

Ein disaggregierter Ansatz mißt den Einfluß des Binnenmarktprogramms

Um die Wirkung des Binnenmarktprogramms auf Tauschkostensätze zu isolieren, muß der Einfluß wichtiger exogener Faktoren auf die Transaktionskosten ausgeschlossen werden. Weil die durch globale Finanzmärkte und technischen Fortschritt verursachte Kostenminderung alle Länder betrifft, können allgemeine Tendenzen durch den Ländervergleich ausgeschaltet werden. Falls solche allgemeinen Tendenzen einen unterschiedlichen Einfluß auf einzelne Länder ausüben, so ist das auf unterschiedliche Institutionen bzw. Politiken zurückzuführen. Als Maß der länderspezifischen Eigenschaften werden der Grad der Kapitalmarktimperfektion und die Höhe der Währungsvolatilität gewählt.

Währungsvolatilität und Kapitalmarktunvollkommenheit wirken sich unterschiedlich auf die verschiedenen Kostenelemente aus: Zum Beispiel ist zu erwarten, daß Volatilität eher einen Einfluß auf Personal- und Ausrüstungskosten ausübt als auf die Bankkosten, die stärker von der Wettbewerbsintensität im Bankensektor der jeweiligen Länder abhängen. Deshalb wurden die Transaktionskosten in folgende Einzelkostensätze disaggregiert:

1. Bankgebühren und Provisionen für den Währungsumtausch,

2. unternehmensinterne Personal- und Ausrüstungskosten für das Devisenmanagement,

3. Kurssicherungskosten und

4. Opportunitätskosten für verzögerte internationale, EU-interne Banküberweisungen.

Die einzelnen Kostensätze wurden durch die Umfragen in den fünf Ländern erhoben.

Zu testen sind die Hypothesen: Erstens, das Binnenmarktprogramm hatte einen unmittelbaren und deutlichen Einfluß auf die Transaktionskosten; Marktunvollkommenheiten zu Beginn der Periode beeinflussen die Kostensätze auch in späteren Jahren (Persistenzeffekt). Zweitens, die Kosten sind in den Ländern am stärksten gesunken, in denen ein hoher Grad von Marktunvollkommeinheit herrschte. Demnach wäre das Muster der Kostensenkung seit den späten achtziger Jahren vom Ausgangsniveau der Marktimperfektion und der Geschwindigkeit der Einführung von Binnenmarktreformen abhängig.

Bankgebühren und Provisionen für den Währungsumtausch überwiegend gesunken

Tabelle 3 stellt das Niveau der Bankgebühren und Provisionen für den Währungsumtausch im Jahre 1994 und die Veränderungen dieser Kosten in den fünf großen EU-Ländern seit dem Ende der achtziger Jahre dar. Die Länder sind nach dem Grad der Marktunvollkommenheit im Ausgangszeitraum angeordnet. In der vom ifo Institut geleiteten Umfrage wurden die Unternehmen gebeten, zutreffende Kostenspannen anzukreuzen (bis 0,5%, 0,5 bis 1,0%, 1,0 bis 2,0%, 2,0 bis 4,0%, über 4%).

Generell ist das Niveau der Kostensätze und das Muster der Kostensenkungen im Einklang mit beiden Hypothesen. Erstens sind die höchsten Tauschkosten (also kleiner Prozentanteil der Firmen in der niedrigsten Kostenspanne) in Spanien (37%, mit dem Exporten der befragten Firmen gewichtet) und der niedrigste Kostensatz im Vereinigten Königreich (74%) zu finden. Die anderen drei Länder liegen dazwischen.9 Hervorzuheben ist, daß, im Gegensatz zu Spanien, Italien sehr niedrige Kostensätze aufweist. Dies ist möglicherweise ein Hinweis auf die relativ schnelle Einführung des Binnenmarktprogramms in Italien. Weiterhin zeigt sich, daß sowohl die Unternehmen in Frankreich als auch in Deutschland 1994 ebenso niedrige Kostensätze aufweisen wie das Vereinigte Königreich, daß sich also die Kostendifferenz zu den britischen Unternehmen jetzt ausgeglichen hat.

Zweitens ist das Muster der Kostensatzminderung in allen fünf Ländern durch den Rang der Imperfektion im Basiszeitraum bestimmt. In Spanien bestätigten 53% (exportgewichtet) der Unternehmen und im Vereinigten Königreich nur 4%, daß die Kosten gesunken sind. Der positive Zusammenhang zwischen Imperfektionsgrad und Kostenminderung ist noch enger in den ungewichteten Daten. Mehr Firmen in Ländern, die im Basiszeitraum wettbewerbsstark waren, meldeten keine Kostenänderung - offensichtlich, weil erstens die Kosten schon niedrig waren und deshalb nicht gefallen sind und zweitens weil der Wettbewerb jegliche Kostenerhöhung verhindert.

Überraschend ist allerdings, daß in Deutschland, im Vereinigten Königreich und in Frankreich relativ viele Firmen einen Kostenanstieg meldeten. Insbesondere in Deutschland bestätigten 40% (ungewichtet) der Firmen, daß ihre Banken die Umtauschkosten erhöht haben. Der mit den Exporten gewichtete Anteil beträgt jedoch nur 22%, ein Hinweis, daß dieser Kostenanstieg eher die kleinen und mittleren Firmen betraf. Ein ähnliches Muster ist in Frankreich zu beobachten. Der Grund könnte in beiden Ländern ein erhöhter Wettbewerbsdruck sein, der die Banken veranlaßt, den kleineren Firmen jetzt keine Kostennachlässe mehr zu gewähren. Warum sich im Vereinigten Königreich insbesondere die Kosten der exportstarken Unternehmen erhöht haben, kann durch den gewählten Ansatz nicht erklärt werden.

Anstieg der Personal- und Ausrüstungskosten hauptsächlich durch höhere Wechselkursvolatilität bedingt

Sieht man von den mit relativ hohen Kosten belasteten spanischen Unternehmen ab, gibt der Ländervergleich (vgl. Tab. 4) keinen Hinweis darauf, daß die Kapitalmarktimperfektionen im Ausgangszeitraum die Personal- und Ausrüstungskosten beeinflußt haben. Interessanterweise ist der Anteil der Firmen, welche speziell geschultes Personal für die Bewältigung von Fremdwährungstransaktionen haben, nicht mit dem Volatilitätsniveau der Währung korreliert. Vielmehr dürfte die Wahl von Unternehmensstrategien zur Minderung des Wechselkursrisikos, die mit unterschiedlichen Personalkosten belastet sind, Einfluß auf das Niveau der Personalkostensätze haben.

Die Veränderungen dieser Kostensätze sind leichter zu erklären. Der Anteil der Firmen, deren Kosten gesunken sind, steigt mit dem Grad der Kapitalmarktimperfektion im Basiszeitraum - ein Hinweis auf positive Effekte durch die Binnenmarktliberalisierung. Möglicherweise werden durch fallende Kurssicherungskosten weniger personalintensive Absicherungsstrategien möglich.

Dennoch wurden Kostensteigerungen häufiger genannt als Kostensenkungen. Die mit den Exporten gewichteten Anteile der Firmen, deren Personalkosten im Verhältnis zum Handelsvolumen gestiegen sind, ist eindeutig positiv mit dem Anstieg der Währungsvolatilität (vgl. Tab. 2) korreliert. Höhere Volatilität ist mit erhöhten Personalkosten belastet:

LandRangordnung des
Volatilitätsanstiegs
Anteil der Firmen
mit Kostenanstieg
Italien 138
Frankreich233
Spanien327
Deutschland424
Großbritannien516


Kosten der finanziellen Absicherung generell gesunken

Die Ergebnisse der Unternehmensbefragungen über Kurssicherungskosten im Verhältnis zum Handelsvolumen werden kurz in Tabelle 5 vorgestellt. Die Kosten der finanziellen Absicherung von Wechselkursrisiken hängen davon ab, welchen Teil ihrer internationalen Aktivitäten die Firmen absichern, welches Kurssicherungsinstrument (Termingeschäfte, Währungsoptionen) sie bevorzugen und wie hoch die Bankkostensätze sind. Die Währungsvolatilität beeinflußt das Absicherungsverhalten und der Bankenwettbewerb die Bankkostensätze für die Absicherung. Deshalb sind für die so gemessenen Kostensätze keine klaren Ursachen ersichtlich außer dem Muster der Kostenminderungen seit den späten achtziger Jahren. Hier findet man den Anstieg der Firmen, deren Kosten sinken, locker korreliert mit dem Anstieg der Kapitalmarktimperfektion. Das ist ein Hinweis auf die kostensenkende Wirkung des Binnenmarktprogramms and die Intensivierung des Wettbewerbs.

Opportunitätskosten für Überweisungsverzögerungen sind gesunken

Die Liberalisierungsmaßnahmen des Binnenmarktprogramms haben Banküberweisungen ins EU-Ausland beschleunigt. Gleichzeitig hat der erhöhte globale Wettbewerb unter den Banken eine raschere Abwicklung von Überweisungen in den Rest der Welt bewirkt. Nur die stärkere Verkürzung der Fristen innerhalb der EU kann deshalb als Beweis für die Effektivität von Binnenmarktmaßnahmen gelten. Desweiteren gilt, daß je höher der Grad der Kapitalmarktimperfektion im Basiszeitraum war, desto größer ist die Differenz (vgl. Tab. 6). Der erhöhte Wettbewerb als Folge der Umsetzung des Binnenmarktprogramms hat hier eindeutig eine kostensenkende Wirkung gehabt.

Kosten des Devisenmanagements höher als erwartet

Im folgenden Abschnitt werden die Wirkungen der Binnenmarktmaßnahmen auf die Kosten des Devisenmanagements vorgestellt. Dafür muß man die heutigen Devisenverwaltungskosten in ihrer gesamten Höhe errechnen und sie den Devisenverwaltungskosten in einer »Anti-monde» - einer Welt ohne Binnenmarkt - gegenüberstellen. Die Differenz stellt den Binnenmarkteffekt dar. Es gilt die Hypothese, daß als Folge des Binnenmarkts das Devisenhandelsvolumen expandierte (zusätzliche grenzüberschreitende wirtschaftliche Aktivitäten) und die Kostensätze zurückgingen (intensiverer Wettbewerb unter Banken bei Währungstransaktionen).

Die Berechnung der Devisenverwaltungskosten selbst dürfte von mindestens dem gleichen Interesse sein wie die Messung ihrer Veränderung als Folge des Binnenmarkts; kann man doch das Ausmaß der Devisenverwaltungskosten trefflich als Argument in der Diskussion über die Währungsunion einsetzen. Eine solche Berechnung ist zwei Jahre vor Beginn der dritten Stufe der Währungsunion wohl überfällig, da es darüber bisher nur eine eher vage Schätzung gibt, die vor sieben Jahren (mit erheblich lükkenhafterem Datenmaterial) gemacht wurde. 10

In dem Gutachten des ifo Instituts wurden lediglich die direkten Devisenverwaltungskosten gemessen; sie fallen im Umfeld der Währungstransaktionen für Tausch, Sicherung, Suche nach Tauschpartnern, Erhaltung der Liquidität u.ä. an. Diese Kosten werden als Transaktionskosten bezeichnet. Daneben gibt es die indirekten Kosten, schwer meßbare - doch vielleicht nicht minder bedeutende - Effizienznachteile, die sich aus Verhaltensänderungen ergeben, z.B. indem der Absatz eines Unternehmens auf Länder mit geringen Wechselkursschwankungen oder ganz auf das Inland beschränkt wird.

Die Kosten von Intra-EU-Transaktionen ergeben sich aus der Multiplikation von Devisenhandelsvolumen und Kostensatz. Der Kostensatz ist abhängig von

- der gehandelten Währung,
- den beteiligten Marktteilnehmern (Banken, Broker, Private),
- dem involvierten Marktsegment (Kassamarkt, Terminmarkt),
- der Höhe des Transaktionsbetrages,
- dem Zahlungsmedium (Überweisung, Scheck, Barzahlung).

Grundsätzlich gilt, daß der Kostensatz um so geringer ist, je liquider der Markt, je größer der Transaktionsbetrag und je einfacher die Transaktion ist. Da sich die Kostensätze je nach Transaktionsart stark unterscheiden, ist auch der Devisenhandel nach den obigen Kriterien einzuteilen.

Transaktionsvolumen generell gestiegen, insbesondere die Interbankgeschäfte

Das gesamte Devisenhandelsvolumen ist im letzten Jahrzehnt in ganz Europa stark gestiegen: Der Nettoumsatz11 auf den EU-Handelsplätzen erhöhte sich von 28 Bill. Ecu im Jahr 1986 über 50 Bill. und 69 Bill. Ecu in den Jahren 1989 und 1992 auf 93 Bill. Ecu im Jahr 1995. Etwa 45% entfiel auf den Handel mit EU-Währungen, d.h. auf Währungsgeschäfte, bei denen auf einer Seite des Marktes eine EU-Valuta stand.

Häufig sind »Dreiecksgeschäfte« (z.B. ein Tausch vom portugiesischen Escudo in den US-Dollar und von dort in die dänische Krone) günstiger als der direkte Tausch zweier Währungen. Der Anteil des Handels zwischen EU-Währungen (direkt und indirekt über »Dreiecksgeschäfte«) am gesamten Devisenhandel liegt daher etwas höher, bei etwas über 50%, mit durchweg ansteigender Tendenz im letzten Jahrzehnt.

Der Handel mit allen europäischen Währungen ist gestiegen (vgl. Abb. 1). Doch konnte der US-Dollar im europäischen Devisenhandel vor allem bei Dreiecksgeschäften und wegen seiner Rolle als Reservewährung seine dominante Position sogar noch ausbauen.

Abbildung 2 zeigt die Umsätze getrennt nach Marktteilnehmern. Der Großteil des Devisenhandels spielt sich innerhalb des Bankensektors ab, wobei der internationale Interbankenhandel besonders zulegen konnte. Zu beachten ist, daß eine sachgerechte Berechnung der Transaktionskosten der Banken nicht die gesamten Bankenumsätze einbeziehen kann, sondern nur die sog. »autonomen« Transaktionen der Banken selbst, z.B. Arbitrage- und Spekulationsgeschäfte. Die »induzierten« Bankumsätze, nämlich die, die aus Transaktionen mit Nichtbanken entstehen, müssen herausgerechnet werden, da ihre Kosten bei den Bankkunden erfaßt werden. Die Devisenmarktumsätze zwischen Banken und Nichtbanken wuchsen unterdurchschnittlich, so daß sich ihr Anteil am gesamten Devisenhandel zwischen 1986 und 1995 von fast 20% auf etwas über 10% verringerte.

Die Kassamarkttransaktionen machen nicht einmal die Hälfte des Devisenhandels aus, mit sinkendem Trend (vgl. Abb. 3). Den Rest, die Terminmarktgeschäfte kann man weiter in »Swap«- und »Outright«-Geschäfte unterteilen. Bei der erstgenannten Geschäftsart wird in eine Währung getauscht und später wieder zurückgetauscht; bei der zweiten Art unterbleibt der Rücktausch. Die »Outright«-Geschäfte werden eher für realwirtschaftliche Transaktionen abgeschlossen, die »Swap«-Geschäfte für Kapitalmarkttransaktionen. Als Approximation werden die »Outright«-Geschäfte den abgesicherten Leistungsbilanztransaktionen und die »Swap«-Geschäfte den abgesicherten Kapitalbilanztransaktionen der Nichtbanken gleichgesetzt.

Bei der Unterteilung der Devisenumsätze der Nichtbanken nach Umsatzgrößenklassen sind die Unterschiede von Kapital- und Leistungsbilanztransaktionen zu beachten (vgl. Abb. 4). Bei den Kapitalbilanztransaktionen machen die großvolumigen - kostengünstigeren - Transaktionen von über 100 000 Ecu fast 80% des Gesamtwerts aus. Die Leistungsbilanztransaktionen sind dagegen nicht ganz so deutlich auf großvolumige Beträge ausgerichtet.

Bezüglich der Zahlungsmedien dominieren bei den Intra-EU-Transaktionen die Überweisungen; damit werden wertmäßig rund 80% der Zahlungen getätigt (vgl. Abb. 5). Die lediglich in einzelnen Ländern (Frankreich, Großbritannien, Irland und Portugal) häufiger verwendeten Schecks verloren auch dort an Bedeutung. Der Anteil der Kreditkartentransaktionen am gesamten Transaktionsvolumen dürfte sich trotz eines starken Anstiegs lediglich von 0,1% im Jahr 1986 auf zuletzt nicht mehr als gut 1% erhöht haben; grenzüberschreitende Barzahlungen haben einen Anteil von 3 bis 3,5%.

Kostensätze nur im Interbankenbereich und für Großbeträge gesunken

Die Kostensätze im Devisengeschäft setzen sich zusammen aus der Kauf-/Verkaufspanne des Währungstauschs und aus Gebühren, die meist pauschal erhoben werden. Zusätzlich können Sicherungskosten und Kosten für teure Zahlungsarten (z.B. Bargeld) hinzukommen.

Bei Interbankentransaktionen fallen ausschließlich die in der Kauf-/Verkaufsmarge implizit enthaltenen Kosten an. Die Margen sind im Beobachtungszeitraum 1989 bis 1995 generell gesunken (vgl. Tab. 7); dies gilt besonders für den Handel mit den europäischen Währungen. Die im Vergleich zum US-Dollar stärker geschrumpfte Spanne im Handel mit der D-Mark und dem französischen Franc dürfte auf einen gestiegenen Wettbewerb im EU-Binnenmarkt zurückzuführen sein.

Bei den Transaktionen mit Nichtbanken fallen neben den im Vergleich zum Interbankenhandel erweiterten Kauf-/Verkaufsmargen häufig noch Gebühren an. Hier sind die Kostensätze nicht generell gesunken, sondern nur für größere Beträge (über 2 500 Ecu). Für darunterliegende Beträge haben sich die Kostensätze - um bis zu 100% - erhöht (vgl. Tab. 8).

Der Wettbewerb um großvolumige Interbank- und Großkundendevisentransaktionen scheint sich europa- und weltweit stärker intensiviert zu haben als der Wettbewerb um Kleinzahlungen. Möglicherweise mußte auf die früher übliche Quersubventionierung von Kleinbeträgen verzichtet werden.

Die Kosten der Transaktionen mit Nichtbanken erhöhen sich zusätzlich durch Gebühren für Zahlungen mit Euro- und Reiseschecks sowie mit Kreditkarten. Gerade bei Kreditkartentransaktionen - weniger bei Schecks - sind die Gebühren während der letzten zehn Jahre gesunken; diese geringeren Kostensätze sind aber kaum auf den Binnenmarkt, sondern auf Skalenerträge aufgrund der rasanten Verbreitung dieses Zahlungsmittels und auf den weltweiten Finanzmarktwettbewerb zurückzuführen.

Die Kostensätze für Bargeldzahlungen sind EU-weit seit Mitte der achtziger Jahre um fast 20% gestiegen.12 Hier zeigt sich ebenfalls, daß sich auch im Devisenverkehr der Wettbewerb um Großbeträge stärker intensiviert hat als die Konkurrenz um Kleinbeträge.

Kosten entstehen den Marktteilnehmern bei der Absicherung von Devisentransaktionen gegen Wechselkursschwankungen. 13Die Kostensätze für Leistungsbilanztransaktionen und ihre Entwicklung in den letzten zehn Jahren wurden in der schriftlichen Erhebung ermittelt. Die Auswertung der Fragebögen ergab, daß sie rund 0,5% des Transaktionsbetrages ausmachen. In der Beobachtungsperiode sind sie - vor allem infolge des gestiegenen Wettbewerbs auf dem Markt für Finanzdienstleistungen innerhalb der EU - gesunken. Umfragen bei Banken ergaben, daß für Kapitalbilanztransaktionen erheblich niedrigere Kostensätze (rund 0,15%) anzusetzen sind.

Kosten des betriebsinternen Devisenmanagements neu ermittelt

Die Datengewinnung für betriebsinterne Devisenverwaltungskosten erwies sich als schwierig: Zum einen verteilen sich diese Kosten in den Unternehmen - besonders in großen und dezentralisierten - auf zahlreiche Abteilungen und Kostenstellen, ohne daß sie als Kostenart zentral erfaßt werden. Zum anderen werden interne Kostenrechnungen generell sehr ungern aus dem Unternehmen herausgegeben. Nach der einzigen bisher vorliegenden Schätzung14 betrugen 1989 die Devisenverwaltungskosten für EU-Transaktionen zwischen 3,6 und 4,8 Mrd. Ecu im Jahr.

Der Fragebogen des ifo Instituts beinhaltete daher auch eine Frage nach der Höhe und der Entwicklung der Kosten für Personal und Ausrüstung zur Devisenverwaltung in den Unternehmen; außerdem wurden die implizit anfallenden Kosten erfragt, die aufgrund der im Vergleich zu nationalen Überweisungen langen Transferdauer bei Intra-EU-Zahlungen entstehen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 9 widergegeben.

Die Kosten für Personal und Ausrüstung wurden von den Unternehmen auf ca. 0,34% des jährlichen Umsatzes geschätzt; sie sind in den letzten zehn Jahren gestiegen, wohl hauptsächlich durch den allgemein kräftigen Anstieg der Löhne im Beobachtungszeitraum und den zusätzlichen Einsatz von Personal in der Devisenverwaltung.

Eine Überweisung zwischen einzelnen EU-Mitgliedstaaten brauchte zuletzt 2,1 Tage länger als innerhalb eines Staates. Die Dauer einer Überweisung innerhalb der EU nähert sich aber immer mehr den nationalen Gepflogenheiten an, und zwar stärker als für Überweisungen in Drittländer, wie eine Zusatzfrage der Erhebung ergab. Die Nachteile, die sich aus der verlängerten Transferdauer ergeben, kann man als monetäre Größe ausdrücken, indem man den Opportunitätszins für die Zusatzzeit berechnet.

Devisenmanagement kostet 1% des EU-BIP

Multipliziert man nun die einzelnen Kostensätze (vgl. Tab. 10) mit dem jeweiligen Devisenhandelsvolumen, so erhält man die Intra-EU-Devisenverwaltungskosten (vgl. Tab. 11). Der wichtigste Grund für den starken Anstieg der Devisenverwaltungskosten im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (Transaktionskostenquote) zwischen 1986 und 1989 ist wohl die Kapitalmarktliberalisierung in der EU. Sie verursachte einen kräftigen Zuwachs der grenzüberschreitenden Kapitalströme und der Transaktionen zur Absicherung ihres Wechselkursrisikos. Zwischen 1989 und 1993 übertraf die Anstiegsrate des Devisenhandelsvolumens die Verminderungsrate der Kostensätze etwa im Ausmaß der Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts der EU(12); d.h. die Devisenverwaltungskosten blieben im Verhältnis zum BIP konstant. Die Senkung der Quote in den letzten drei Jahren wurde durch den recht geringen Zuwachs des Devisenhandelsvolumens und weiter sinkende Kostensätze verursacht.

Mit der Einführung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) dürften zwar zahlreiche Kosten vermieden werden können, aber nicht alle:

- Wahrscheinlich werden nicht alle EU(12)-Mitgliedstaaten von Anfang an bei der Währungsunion dabeisein; dadurch vermindert sich das Einsparpotential etwa proportional zum BIP-Anteil der nicht teilnehmenden Länder.

- Die Kosten für Interbanktransaktionen (Position I. in Tab. 11) können teilweise auch in der EWWU anfallen, weil die Banken ihre »autonomen« Geschäfte, die sie heute zwischen den EU-Währungen abschließen, künftig zwischen dem Euro und dem US-Dollar ausführen.

- Die betriebsinternen Kosten (Position IV. in Tab. 11) werden wohl in der EWWU nicht ganz vermieden werden können; die Unternehmen werden - ähnlich wie die Banken - einen Teil ihrer heute mit EU-Währungen getätigten Geschäfte künftig mit dem Euro und dem Dollar abwickeln.

- Die Opportunitätskosten für die Zeit, die Überweisungen zwischen EU-Mitgliedstaaten länger benötigen als nationale Überweisungen, werden erst vermieden, wenn ein echter Europäischer Bankenmarkt existieren wird. Die EWWU kann dabei helfen, doch bedarf es noch weiterer Finanzmarktderegulierungen um dieses Ziel zu erreichen.

Trotz dieser Vorbehalte sollte das Einsparpotential an Devisenverwaltungskosten durch die EWWU gewaltig sein: Der Wohlfahrtsgewinn der Errichtung der EWWU würde wohl jährlich rund 0,8% des Bruttoinlandsprodukts der Gemeinschaft betragen.

Firmenstrategien in einem Europa flexibler Wechselkurse

Unternehmen, die international tätig sind, z.B. ihre Produkte exportieren, Rohstoffe und Zwischenprodukte importieren und/oder Produktionsstätten im Ausland unterhalten bzw. planen, sind Risiken ausgesetzt, die über die normalen Unwägbarkeiten aller strategischen Entscheidungen hinausgehen. Erwartungen über wirtschaftliche und politische Entwicklungen im Ausland schlagen sich auch in Erwartungen bezüglich der kurz- und längerfristigen Wechselkursentwicklung nieder.

Investitionsentscheidungen zwischen Produktionsstätten im Inland oder Ausland hängen in hohem Maße vom erwarteten langfristigen Trend der Wechselkurse ab. Reale Kurssicherungsmaßnahmen sind oft die bevorzugte Strategie, um das langfristige Wechselkursrisiko zu minimieren. Andererseits können die kurzfristigen täglichen oder monatlichen Wechselkursschwankungen die Unternehmensgewinne aus dem realen Geschäft schmälern, wenn das Wechselkursrisiko nicht abgesichert wird. Hier stehen finanzielle Kurssicherungsmaßnahmen im Vordergrund.

Die schriftlichen Umfragen vom Winter 1994/95 wurden in allen an der Studie teilnehmenden großen Ländern durch persönliche Interviews ergänzt, die auch Auskunft über die Gründe etwaiger Änderungen der Unternehmensstrategien seit Ende der achtziger Jahre oder dem Inkrafttreten des Binnenmarktprogramms geben sollten.

Auch in Irland wurden Interviews durchgeführt, um zu ergründen, ob die Unternehmen in dem wirtschaftlich eng mit Großbritannien verbundenen Land ihre Strategien durch die Einführung des Binnenmarkts geändert haben.

Die Mehrheit aller Firmen unternimmt Wechselkurssicherung

Die Umfragen und Interviews ergaben einige grundsätzliche Erkenntnisse über die Kurssicherungsstrategien von Unternehmen, die sich nach Firmengröße, Transaktionsvolumen und Philosophie unterscheiden:

- Je größer das Unternehmen, desto mehr sind die realen Aktivitäten von der Risiko-Management-Funktion getrennt. Letztere, die auch das Management des Wechselkursrisikos umfaßt, ist gewöhnlich der Finanzabteilung angegliedert. Dennoch war nicht zu erkennen, daß die größeren Firmen anspruchsvollere oder kompliziertere Kurssicherungsmaßnahmen einsetzen als die kleineren. Auch scheint das bevorzugte Kurssicherungsinstrument weniger vom Exportanteil des Unternehmens abhängig zu sein als von seiner Risikobereitschaft. Während die kleineren Firmen ungefähr die Hälfte aller europäischen Währungsrisiken absichern und einen etwas höheren Anteil der außereuropäischen Währungsrisiken, beschränken sich die größeren Firmen auf die Absicherung von Nicht-EWS und außereuropäischen Währungsrisiken.

- Unternehmen sichern eher große Transaktionen ab als kleine. Ein regelmäßiges hohes Volumen an geringwertigen Transaktionen wird ebenfalls selten abgesichert, insbesondere wenn diese Transaktionen in mehreren Währungen anfallen. Denn in diesem Fall können Wechselkursverluste aus einigen Geschäften mit Wechselkursgewinnen aus anderen verrechnet werden.

- Schließlich wird das Verhalten der Unternehmen gegenüber dem Wechselkursrisiko von ihrer Geschäftstätigkeit beeinflußt. So ziehen manche Firmen einen strategischen einem transaktionsbestimmten Ansatz zur Kurssicherung vor. Bei einem hohen, aber vorhersehbaren Volumen geringwertiger Transaktionen können die Unternehmen ihren künftigen Bedarf an ausländischen Währungen vorausschätzen und das gesamte Volumen durch Termingeschäfte absichern.

Termingeschäfte sind das beliebteste Kurssicherungsinstrument

Zwei Drittel aller befragten Firmen bedienen sich der finanziellen Wechselkurssicherung. Dabei benutzen mehr Firmen (75%) aus der Gruppe der Niedrigvolatilitätsländer (Deutschland, Frankreich) solche finanziellen Instrumente als aus der Gruppe der Hochvolatilitätsländer (Italien, Spanien, Großbritannien; 63%). Das am weitesten verbreitete Kurssicherungsinstrument sind Devisentermingeschäfte. Sie sind einfach zu verstehen und zu handhaben, es wird zu einem bestimmten Datum ein bestimmter Betrag fällig, und es entstehen vorweg keine direkten Kosten. Sie sind deshalb besonders bei kleineren Firmen beliebt, aber auch große Firmen, die sich immer mehr des Instruments der Devisenoptionen bedienen, bevorzugen Termingeschäfte im Verhältnis 3:1. Insbesondere in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wurden Devisentermingeschäfte in mehr als zwei Drittel aller Fälle eingesetzt.

An zweiter Stelle bei den finanziellen Kurssicherungsinstrumenten steht die Diskontierung von Fremdwährungswechseln; sie wird insbesondere in Italien gern benutzt. Factoring und Wechselkursversicherung spielen insgesamt eine geringere Rolle. Nur in Deutschland (Hermes), in Frankreich und in geringerem Maße in Italien wird von der Wechselkursversicherung Gebrauch gemacht.

Bei der Wahl der finanziellen Wechselkurssicherungsinstrumente spielen die Kosten die größte Rolle, gefolgt von der Laufzeit der Fremdwährungspositionen. Insbesondere in Deutschland scheint auch die technische Handhabung eine gewisse Bedeutung zu haben (vgl. Tab. 12).

Verlagerung von Produktionsstätten zur Begrenzung des Wechselkursrisikos

Während die finanzielle Wechselkurssicherung mit Abstand das wichtigste Instrument zur Begrenzung von Wechselkursrisiken im Auslandsgeschäft darstellt, können Unternehmen eine Reihe von realen Strategien nutzen. Zu ihnen zählen u.a. eine stärkere Inlandsorientierung, die regionale Umorientierung von Exporten und Importen, die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland sowie strategische Allianzen mit anderen Unternehmen.

Die Umfrage ergab, daß etwa 20% aller beteiligten Firmen irgendeine Form der realen Kurssicherung verfolgen. Tabelle 13 zeigt, daß die Verlagerung von Produktionsstätten die am häufigsten erwähnte Strategie darstellt, gefolgt von stärkerer Inlandsorientierung und der Umorientierung von Exporten in Länder mit stabileren Wechselkursen gegenüber der heimischen Währung. Weniger häufig ist die Verschiebung von Einfuhren zugunsten von Quellen in Ländern mit stabileren Wechselkursen.

Unterscheidet man wiederum nach Ländern mit hoher und niedriger Wechselkursvolatilität, so ergibt sich, daß in den Hochvolatilitätsländern (Italien, Spanien, Großbritannien) die Umorientierung von Exporten in Länder mit stabileren Wechselkursen die beliebteste reale Strategie ist. Insbesondere spanische Firmen messen der Verlagerung ihrer Exporte in EU-Länder eine große Bedeutung zu. Die bevorzugten realen Strategien der Länder mit geringerer Wechselkursvolatilität (Deutschland, Frankreich) sind die verstärkte Inlandsorientierung (23%) und die Produktionsverlagerung ins Ausland (45%). Es ist jedoch möglich, daß der höhere Anteil dieser Strategien in Deutschland und Frankreich vornehmlich auf die längerfristige Aufwertung ihrer Währungen zurückzuführen ist, die die Ausfuhr schwer belastet hat. Auch ist der größere Inlandsmarkt beider Länder eher für eine verstärkte Inlandsorientierung geeignet, als dies für die kleineren Länder der Fall ist. Ein Beispiel für die begrenzten realen Strategien eines kleinen Landes ist Irland. Die Interviews ergaben, daß der Inlandsmarkt zu klein ist für eine Umorientierung der Exporte nach innen, und daß die Firmen i.d.R. zu klein sind, um eine Produktionsverlagerung ins Ausland zu erwägen. Diese Ergebnisse lassen sich für andere kleinere EU-Länder wie Portugal und Griechenland verallgemeinern.

In Deutschland sind einige Unterschiede in der Anwendung von Realstrategien zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und großen exportorientierten Unternehmen festzustellen (vgl. Tab. 13). Die ungewichteten und die mit den Exporten gewichteten Prozentzahlen weichen weit von einander ab: Während nur gut ein Fünftel der befragten Firmen die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland als geeignete Strategie zur Vermeidung von Wechselkursrisiken bezeichnete, waren es exportgewichtet 71%. Dagegen nannten die großen exportstarken Unternehmen nur relativ selten die Umorientierung ihres Absatzes und Bezugs, während kleinere, weniger exportstarke Firmen diese als geeignete Strategie ansehen.

Obwohl bei den realen Strategien neben dem Wechselkursrisiko auch andere Faktoren eine Rolle spielen und der relative Einfluß der Wechselkursschwankungen schwer zu quantifizieren ist, lassen die Umfrageergebnisse keinen Zweifel daran, daß flexible Wechselkurse, die kurz- und/oder mittelfristig größeren Schwankungen unterworfen sind, viele Unternehmen veranlassen, weitreichende und kostenträchtige Entscheidungen zu fällen, um auf mittlere Sicht ihr Wechselkursrisiko zu begrenzen.

Das Wechselkursmanagement hat sich insgesamt verbessert

Seit Ende der achtziger Jahre haben die europäischen Unternehmen im allgemeinen ein systematischeres und anspruchsvolleres Wechselkursmanagement entwickelt. Dies ist zum einen das Resultat der höheren Wechselkursvolatilität im Zusammenhang mit der EWS-Krise von 1992. Zum anderen ist es aber auch auf die engere elektronische Vernetzung und die Vielzahl neuer Kurssicherungsinstrumente und -methoden zurückzuführen. Eine große Bedeutung für die Einführung neuer Strategien hatte das Inkrafttreten des Binnenmarktprogramms, insbesondere für Italien und Spanien, die mit Verspätung die Vorteile freier grenzüberschreitender Kapitalströme und deregulierter Kapitalmärkte wahrnahmen.

In Spanien trat eine allgemeine Verschiebung zugunsten der Fakturierung in EWS-Währungen ein. Auch wurde die finanzielle Kurssicherung ausgebaut, da sie sich leichter als zuvor handhaben ließ. Insbesondere die größeren Unternehmen berichteten über veränderte Kurssicherungsstrategien. In Italien hat sich die Vollendung des Binnenmarktes vor allem in der Liberalisierung der Finanzmärkte und größerer Effizienz der Finanzdienstleistungen niedergeschlagen. Neue Produkte ermöglichen eine bessere Auswahl an Finanzstrategien. In Frankreich ist die Wahl der Kurssicherungsinstrumente oft mit Veränderungen in der Industriepolitik einhergegangen. So haben Unternehmen Überlegungen über das Wechselkursrisiko in ihre Wahl der ausländischen Lieferanten einfließen lassen. Oder sie haben ihre Produktion in Länder mit niedrigem Wechselkursrisiko verlagert. Dagegen behaupten die meisten Firmen in Deutschland und Großbritannien, sie hätten seit Ende der achtziger Jahre ihre Strategien für das Management des Wechselkursrisikos europäischer Währungen nicht merklich verändert. Dennoch haben die Ereignisse vom Herbst 1992 auch die englischen und deutschen Firmen veranlaßt, sich stärker mit der Risikovorsorge zu befassen. In Irland hat sich die Bedeutung finanzieller Transaktionen und des Wechselkursrisikos seit seinem Beitritt zum EWS im Jahre 1979 dramatisch erhöht. Nicht nur wurde damit die Parität zum britischen Pfund aufgegeben, sondern es trat auch eine deutliche Verschiebung der Handelsströme weg von Großbritannien und hin zu anderen EU- Ländern ein.

Zusammenfassung

Die Studie untersucht die direkten und indirekten Kosten der Währungsvielfalt in der Europäischen Union und ihrer Veränderung seit Ende der achtziger Jahre, insbesondere auf dem Finanzsektor. Zunächst wird gezeigt, daß die Kapitalmarktliberalisierung des Binnenmarktprogramms die Kosten des Devisenmanagements pro Tauschbetrag gesenkt hat. Dabei ergibt sich, daß das Ausmaß der Kapitalmarktimperfektionen, das in den achtziger Jahren bestand, sich noch heute auf die Höhe der Bankkosten auswirkt. In Ländern mit hohen Kapitalmarktimperfektionen sind die Transaktionskosten am meisten gefallen, ein Indiz dafür, daß sich der Wettbewerb auf vormals regulierten Märkten immer mehr durchsetzt.

Im Hauptteil des Berichts werden die Ergebnisse neuer Berechnungen der Kosten des Intra-EU-Devisenmanagements vorgestellt. Die Kosten wurden nach Banken-, Nichtbanken- und firmeninternen Kosten sowie nach einzelnen Transaktionsarten getrennt erfaßt. Die Devisenverwaltungskosten sind zwar insgesamt von 1986 bis 1995 kräftig gestiegen, im Verhältnis zum Transaktionsvolumen sind sie jedoch mit Ausnahme der Kosten für kleinvolumige Transaktionen (insbesondere mit Bargeld) und der firmeninternen Kosten für das Währungsmanagement gesunken. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt haben sich die Transaktionskosten wenig verändert. Zwischen 1986 und 1989 sind sie leicht gestiegen. Zwischen 1989 und 1993 ist die Transaktionskostenquote konstant geblieben und bis 1995 gesunken. Die Devisenmanagementkosten betrugen zuletzt knapp 1% des Bruttoinlandsprodukts der EU(12). Dieses Ergebnis ist von Bedeutung für die Debatte über die Währungsunion, zeigt es doch, daß es hier nicht um eine Quantitˇ nˇgligeable geht.

Schließlich werden die Ergebnisse einer vom ifo Institut geleiteten Umfrage bei Unternehmen in fünf großen EU-Ländern zu den Strategien des Wechselkursrisiko-Managements vorgelegt. Hier wurde zwischen verschiedenen finanziellen und realen Strategien unterschieden und die Daten nach Unternehmensgröße bzw. Exportintensität ausgewertet. Es ist vielleicht nicht erstaunlich, daß die meisten Firmen die Kurssicherung mit Termingeschäften durchführen. Größere Firmen setzen vermehrt auch Optionen ein. Bei den realen Strategien zur Verminderung des Wechselkursrisikos zeigt sich, daß insbesondere in Deutschland die größeren Unternehmen eher Aktivitäten ins Ausland verlagern, während kleinere Firmen vermehrt versuchen, sich auf das Inland zu konzentrieren.


Rolf H. Dumke
Alexander Juchems
Heidemarie C. Sherman


Die Studie »Currency Management Costs« wird für die Kommission von Kogan Page veröffentlicht und kann unter der Refernz-Nr. EC 01 (KT 329) dort bestellt werden. Adresse: Kogan Page, Freepost 1, 120 Pentonville Road, London N1 9BR.
Telefon: 0044 171-278 0433.
Preis £ 55 + 10% Versand- und Portokosten.


1 P. Cecchini, Europa '92: Die Vorteile des Binnenmarktes, Baden-Baden 1988; M. Emerson, Europas Zukunft - Binnenmarkt 1992, Luxemburg 1989.

2 Die Umfragen in den einzelnen Ländern und die darauf basierenden Länderberichte wurden von den folgenden Instituten durchgeführt bzw. geschrieben: Deutschland: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München; Frankreich: BIPE Conseil, Paris; Italien: Prometeia, Bologna; Spanien: Fundaci-n Tomillo, Madrid; Großbritannien: ECOTEC, Birmingham.

3 Erste Bankrechtskoordinierungsrichtlinie 77/780/EWG, geändert durch die Richtlinien 85/345/EWG, 85/137/EWG und 86/524/EWG.

Zweite Bankrechtskoordinierungsrichtlinie 89/646/EWG.

4 Empfehlung der Kommission für einen Verhaltenskodex im Bereich des elektronischen Zahlungsverkehrs 87/598/EWG.

Empfehlung der Kommission zu Zahlungssystemen insbesondere zu den Beziehungen zwischen Karteninhabern und Kartenausstellern 88/590/EWG.

5 Empfehlung zur Transparenz der Bankkonditionen bei grenzüberschreitenden Finanztransaktionen 90/109/EWG.

6 Vorschlag für eine Richtlinie über grenzüberschreitende Überweisungen 94/436/EG, sowie: geänderter Vorschlag für eine Richtlinie über EU-Überweisungen 95/264/EG.

7 Richtlinie 88/361/EWG. Richtlinie 92/122/EWG ermächtigt Griechenland, die Freigabe bestimmter Kapitalbewegungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen.

8 Commission of the European Economies, The Economics of 1992, European Economy No. 35, Brüssel 1988.

9 Mit Vorbehalt für Deutschland, wo einige große exportstarke Unternehmen im Sample die exportgewichteten Prozente stark beeinflussen. Für Deutschland sind die ungewichteten Prozente eher repräsentativ, wie der Vergleich mit den exportgewichteten Anteilen gemäß der amtlichen Statistik zeigt.

10 Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Ein Markt, eine Währung, Europäische Wirtschaft, Nr. 44, Brüssel 1990.

11 Der Nettoumsatz schließt alle Doppelzählungen aus.

12 Europäische Wirtschaft 1990 a.a.O. und aktuelle nationale Informationen.

13 Bei den Banken können die Kosten der Absicherung vernachlässigt werden.

14 Vgl. Ernst & Young, The National Institute of Economic and Social Research, Association for the Monetary Union of Europe, Strategien für den ECU, Landsberg am Lech 1990, S. 82-85.

(aus ifo Schnelldienst 9/1997)