DV-Dienstleister: Stimmung bleibt gut - Umsatzwachstum wird sich aber etwas abschwächen

aus ifo Schnelldienst 11/ 2000, S. 3-7

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Nach dem fast schadlos überstandenen Jahr-2000-Problem brauchen sich die deutschen Anbieter von Software- und DV-Dienstleistungen über ihre Wachstumsaussichten kaum Sorgen zu machen. Die Branche steigerte 1999 ihren Umsatz um 8,6% auf 53,6 Mrd. DM; 1998 war bereits ein Zuwachs von 8,5% und 1997 von 7,1 % zu verzeichnen. Nach Einschätzung von Diebold dürfte sich das Umsatzwachstum im Jahr 2000 zwar geringfügig abschwächen, die Branche erwartet aber dennoch einen Umsatzanstieg um reichliche 7% auf rund 57,6 Mrd. DM.1 Besonders deutlich ist nach wie vor die Dynamik in der Softwareentwicklung, sie dürfte auch im laufenden Jahr überdurchschnittlich wachsen. Die in diesem Bereich tätigen Unternehmen leisten inzwischen zwar einen bedeutsamen Beitrag zur Beschäftigung und zum Bruttoinlandsprodukt, dennoch wird der Dienstleistungsbereich von der amtlichen Statistik unzureichend bzw. so gut wie nicht erfasst. Die Aufgabe des ifo Konjunkturtests für DV-Dienstleistungen ist es, vierteljährlich - seit 1995 - ein möglichst aktuelles Bild der Geschäftsentwicklung sowie der kurzfristigen Pläne und Erwartungen der Unternehmen zu zeichnen. An der 20. Umfrage, die schwerpunktmäßig im Januar und Februar 2000 stattfand, haben sich mit 428 erneut etwas mehr Unternehmen beteiligt als zuvor. Dies liegt zum einen daran, dass wir im Rahmen des sog. top-elf-Projekts den beteiligten Unternehmen erstmals die Gelegenheit gaben, den Fragebogen per Internet online zu bearbeiten; von dieser Möglichkeit haben 104 Unternehmen Gebrauch gemacht. Zum anderen haben unsere umfangreichen Neuwerbungsaktivitäten nicht nachgelassen. Die insgesamt einbezogenen Betriebe erwirtschafteten 1999 einen Umsatz von fast 25,8 Mrd. DM. Gemessen am geschätzten Gesamtumsatz nach Diebold repräsentieren die Erhebungsergebnisse damit gut 48% des deutschen Marktes für Software und DV-Dienstleistungen.2

Umsatzwachstum lässt nach

Mit Software und DV-Dienstleistungen lassen sich weiterhin gute Geschäfte tätigen; das Geschäftsklima blieb auf seinem ausgezeichneten Niveau vom Herbst 1999 (vgl. Abb. 1). Das Auslaufen der Sonderkonjunktur durch die Umstellung auf den Euro und auf das Jahr 2000 hat nicht zu einem Nachlassen der günstigen Geschäftslageurteile geführt; der Spitzenwert vom Sommer wurde aber noch nicht wieder erreicht. Die Mehrheit (63%) der DV-Dienstleister bezeichnete dementsprechend auch den Geschäftsverlauf im Jahresendquartal 1999 als gut, 35% kreuzten befriedigend an, und nur ganz wenige Testteilnehmer (2%) empfanden die Lage als schlecht. Ausschließlich kleinere DV-Dienstleister bewerteten vereinzelt ihre Geschäftssituation als nicht zufriedenstellend. Die Aufwärtsentwicklung wird in der ersten Jahreshälfte 2000 anhalten, die Erwartungen sind jedoch nicht mehr ganz so optimistisch wie im letzten Sommer. Die weiter fortschreitende Globalisierung der Märkte, der Ausbau der Informationssysteme (Multimedia, Internet) sowie die steigende Bedeutung von e-commerce wird trotz der eher nachlassenden Zuversicht für ein Anhalten der insgesamt sehr guten konjunkturellen Lage sorgen.

Hoch zufrieden zeigten sich nach wie vor die mittleren und größeren Dienstleistungsanbieter (mit mehr als 50 Mill. DM Umsatz). Das Geschäftsklima verbesserte sich, insbesondere die Erwartungen machten einen deutlichen Sprung nach oben. Nachdem im Herbst nur noch 40% der großen Unternehmen mit einer Geschäftsbelebung rechneten, waren es nun wieder fast zwei Drittel. Nach wie vor wird die Entwicklung von Umsätzen und Nachfrage als sehr positiv bezeichnet, die Beschäftigung dürfte bei den Großbetrieben (ab 100 Mill. DM Umsatz) mit 21/2% aber eher unterdurchschnittlich zugenommen haben. Von den kleineren Betrieben gaben dagegen nur zwei Fünftel ein günstiges Urteil zum Geschäftsverlauf im vierten Quartal 1999 ab, und auch die Perspektiven wurden «nur» von jedem dritten Befragungsteilnehmer zuversichtlich eingeschätzt.

Die Stimmung bei den ostdeutschen DV-Dienstleistern zeigt noch kein einheitliches Bild, das Geschäftsklima ist nach wie vor großen Schwankungen unterworfen. Die aktuelle Situation stellte sich zwar immer noch ein wenig besser dar als bei den westdeutschen Unternehmen, der Geschäftsverlauf hat sich aber im letzten Jahresviertel 1999 spürbar abgeschwächt. Nachfrage und Umsätze wuchsen zwar kräftig, die Auftragsreserven wurden allerdings abgebaut, und auch die Urteile über deren Höhe rutschten wieder deutlich ins Minus. Die Umsatzerwartungen für das erste Quartal 2000 erfuhren eine ausgeprägte Korrektur nach unten, und auch die Aussichten wurden deutlich vorsichtiger eingeschätzt als zuvor: Der Saldo der Geschäftserwartungen sank von +81 Prozentpunkten zur Jahresmitte auf nunmehr +29 Prozentpunkte. Insgesamt kann nicht von einer konjunkturellen Trendwende gesprochen werden, die ostdeutschen DV-Dienstleister werden aber in ruhigeres Fahrwasser kommen.

Die gesamtdeutsche Nachfrage nach Softwareprodukten und informationstechnischen Dienstleistungen war zwar im vierten Berichtsquartal ausgesprochen lebhaft, das sonst übliche jahreszeitliche Hoch blieb aber aus. Offenbar sind auch nicht ganz so viele neue Aufträge eingegangen wie im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Vorjahresumsätze wurden dennoch kräftig übertroffen: Per saldo mehr als die Hälfte der Firmen meldete höhere Umsätze als in der Referenzperiode 1998; eine Verlangsamung der Umsatzentwicklung ist aber unverkennbar. Auch die Urteile über die Auftragsreserven verschlechterten sich, sie galten aber insgesamt immer noch als befriedigend. Das Umsatzwachstum dürfte sich nicht im bisherigen Tempo fortsetzen lassen, per saldo rechneten aber immer noch 30% der Testteilnehmer mit einem Umsatzplus im ersten Quartal 2000. Im vorhergehenden Berichtszeitraum erwartete noch jeder zweite Teilnehmer eine Umsatzsteigerung, auch ein Jahr zuvor waren es noch mehr als 40%, die mit einer Zunahme rechneten.

Beschäftigungswachstum verliert an Schwung

Qualifizierte DV-Fachkräfte waren auch 1999 sehr gesucht, wenngleich das Beschäftigungswachstum im Jahresverlauf geringfügig an Dynamik verlor. Nach den Befragungsergebnissen hat fast jedes dritte Unternehmen allein im vierten Quartal des vergangenen Jahres neues Personal eingestellt; die Beschäftigung dürfte damit um 3% gewachsen sein. Ein Jahr zuvor wurde allerdings noch um fast 31/2% mehr Personal benötigt. Sehr begehrt waren die DV-Spezialisten vor allem in den mittleren bis größeren Dienstleistungsunternehmen. Die Zahl der Neueinstellungen nahm bei den Unternehmen mit 50 bis 100 Mill. DM Umsatz um 4%, bei den Unternehmen mit 20 bis 50 Mill. DM Umsatz sogar um fast 5% zu. Die Nachfrage nach Computerfachleuten kommt nach wie vor fast ausschließlich aus den DV-Beratungs- und Softwarehäusern. Auch in den neuen Bundesländern ist die Personalentwicklung nun schon seit fast zwei Jahren aufwärts gerichtet; mit 21/4% nahm allerdings die Zahl der Arbeitskräfte nicht ganz so stark zu wie in den alten Bundesländern. Insgesamt dürfte die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr um rund 12% (nach gut 13% 1998) zugenommen haben, d.h. in einer Größenordnung von rund 33 000.3 Auch schon in den Jahren zuvor ergab sich ein massives Beschäftigungswachstum: 1996 stieg die Zahl der Beschäftigten um fast 9%, und 1997 kamen nahezu 11 % neue Stellen hinzu.4

Auch die Auswertung der Stellenanzeigen in den 40 überregionalen Zeitungen - durchgeführt von EMC-Medienservice/Adecco - zeigt, dass die hohen Wachstumsraten der vergangenen beiden Jahre zu Ende gehen. Die Zahl der in den Printmedien ausgeschriebenen IT-Stellen ist demnach 1999 um 1,6% auf rund 88 000 zurückgegangen. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass auch immer mehr Firmen das Internet als Bewerbungsplattform benutzen.5 Die Stellenanzeigenanalysen signalisieren zwar eine intensive Suchtätigkeit, sie können aber auch durch Mehrfachausschreibungen ganz erheblich aufgebläht sein.

Höhepunkt der Personalknappheit überschritten

Nach den großen Herausforderungen «Euro und Jahr 2000» hat der Fachkräftemangel bei den deutschen Software- und Dienstleistungsanbietern seinen Höhepunkt überschritten. Eine deutliche Entspannung ist nicht mehr zu übersehen: Im Herbst 1998 kreuzten 56% der DV-Unternehmen Fachkräftemangel als geschäftshemmend an, seit Anfang 1999 schwankt der Anteil um die 50%-Marke (vgl. Abb. 2). Nicht ganz so ausgeprägt ist der Fachkräftemangel bei den betroffenen ostdeutschen DV-Dienstleistern (per saldo gut jeder dritte Betrieb). Die Bedeutung dieses Hemmnisses hat sich auch hier im Jahresverlauf kaum verändert. Die Zahl der unbesetzten Stellen, und damit auch die Klagen über ein ungenügendes Fachkräfteangebot, ist aber immer noch sehr hoch. Computerexperten mit speziellem Know-how sind nach wie vor rar auf dem Arbeitsmarkt. Je größer das Unternehmen, desto schwieriger ist es offensichtlich, geeignete Fachkräfte zu finden. Personalengpässe wurden vor allem im Bereich Consulting und Projekt-Services beklagt. Aber auch Spezialisten im Bereich System-/Network Operation waren Ende 1999 Mangelware. Relativ problemlos war es dagegen, ausgebildete Fachkräfte für die Bereiche Wartung, Ausbildung und Schulung zu rekrutieren. Auftragsmangel und Finanzierungsengpässe spielen gegenüber der schwierigen Personalbeschaffung weiterhin eine untergeordnete Rolle: 12% der Betriebe klagten über fehlende Aufträge, 7% über finanzielle Engpässe. Auffällig ist, dass Nachfragemängel in der zweiten Jahreshälfte an Bedeutung gewonnen hat, und zwar von 7% im Juni auf mittlerweile 12%. Finanzierungsengpässe kamen dagegen mit 7% der Nennungen wieder etwas schwächer zur Geltung. Finanzierungsschwierigkeiten sind offenbar nach wie vor bei den kleineren Dienstleistern ein Hemmschuh. Ostdeutsche Firmen sind zwar weiterhin häufiger davon betroffen als ihre westdeutschen Mitbewerber; eine deutliche Entspannung trat aber zum Jahresende ein (1. Quartal 1999: 20%, 4. Quartal 1999: 9%). Sonstige Einflussgrößen spielten mit 5% der Nennungen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle.

Consulting und Projekt-Services sind weiterhin die Wachstumsträger

Das Bild der deutschen Software- und Dienstleistungsbranche ist vor allem geprägt durch Beratungsdienstleistungen sowie die Entwicklung von Standard-, Anwender- und Systemsoftware (Consulting und Projekt-Services6). Dieser Bereich stellt mit einem Anteil von 68% das größte Marktsegment dar. Ein Zehntel des Umsatzes entfiel 1998 nach den Befragungsergebnissen auf kostenpflichtige Wartungsdienstleistungen.7 Es folgen mit einem Anteil von 7% die Sparte DV-Ausbildung und Schulung8 und mit jeweils knapp 6% die Bereiche Processing und Network Services9 und System-/Network Operation.10 Vergleichsweise gering war dagegen der Umsatzanteil der Sparte Environmental Services (3%).11

Die Geschäfte im Bereich Consulting und Projekt-Services florieren nach wie vor auf hohem Niveau: Per saldo sprachen zwar immer noch mehr als 60% der Unternehmen von einem glänzenden Geschäftsverlauf, die äußerst positive Beurteilung vom Jahresende 1998 konnte bislang aber noch nicht wieder erreicht werden. Neue Aufträge gingen erneut mehr ein als zuvor, und auch der Umsatz hat im vierten Quartal 1999 ausgesprochen kräftig zugenommen. Das Umsatzwachstum dürfte sich aber dennoch im Jahresverlauf nur wenig beschleunigt haben. Das Jahr-2000-Problem und die Euro-Einführung haben den meisten Unternehmen in den vergangenen zwölf bis achtzehn Monaten einen beträchtlichen Auftragsschub verschafft und für volle Auftragsbücher gesorgt. Zur Jahreswende 1999/2000 hin wurden die Auftragsreserven jedoch kontinuierlich abgebaut: Bewerteten vor eineinhalb Jahren per saldo noch mehr als 20% der Unternehmen ihre Auftragsreserven als relativ groß, so hielten sich Ende 1999 die positiven und negativen Urteile nur noch die Waage. Die Mehrzahl der Unternehmen war im Spätherbst offenbar gut auf den Euro vorbereitet und sah dem Jahrtausendwechsel ohne Angst vor einem Daten-Gau entgegen, neue Jahr-2000-Aufträge gingen kaum noch ein.12 Der Zuwachs an Arbeitskräften ließ ebenfalls nach, zwischen Oktober und Dezember wurde das Personal um 2 3/4% aufgestockt (gegenüber jeweils 3 1/4% im zweiten und dritten Quartal 1999). Das überdurchschnittlich kräftige Umsatzwachstum des vergangenen Jahres dürfte sich schon im ersten Quartal 2000 abschwächen: Per saldo rechnete nur noch jeder dritte Dienstleister mit höheren Umsätzen in den nächsten Monaten; ein Jahr zuvor war es noch fast jeder zweite. An den zuversichtlichen Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr 2000 hat sich indes kaum etwas geändert.

Die konjunkturelle Entwicklung im Bereich System-/Network Operation (Facilities Management, Outsourcing) hat weiter an Dynamik verloren. Nachfrage und Umsatz entwickelten sich erheblich schwächer als zuvor, und auch die positiven Geschäftslageurteile haben deutlich nachgegeben. Per saldo 30% der Unternehmen bezeichneten ihre Lage aber noch als «gut», gegenüber 42% im Herbst und 48% zur Jahresmitte. Die Auftragsbestände nahmen offenbar ab, die Urteile über ihre Auftragsreserven haben sich spürbar verschlechtert, sie galten aber noch als zufriedenstellend. Da sich überdies die Zuversicht in den Geschäftserwartungen weiter abgeschwächt hat, wurden auch die Umsatzziele deutlich nach unten revidiert: Nur noch per saldo knapp 20% der Unternehmen rechnen damit, das Umsatzplus vom Vorquartal zu übertreffen - nach per saldo 37%, 48% und 61% in den drei vorhergehenden Berichtszeiträumen.

Die Geschäftslage in der Sparte Processing und Network Services wurde in der zweiten Jahreshälfte 1999 ebenfalls nicht mehr ganz so positiv gesehen wie in den ersten zwei Quartalen; per saldo knapp jeder dritte Testteilnehmer sprach aber immer noch von einem guten Geschäftsverlauf. Der lebhafte Bestelleingang hat sich zum Jahresende hin leicht abgeschwächt, und auch das Umsatzplus dürfte geringer ausgefallen sein als ein Jahr zuvor. Nachdem die Auftragsbestände im Herbst zum erstenmal als zufriedenstellend bewertet worden waren, überwogen nun wieder- wenn auch nur leicht - die negativen Urteile. Der künftigen Geschäftsentwicklung sahen die Testteilnehmer zwar mit geringerer Zuversicht entgegen, die (positive) Umsatzentwicklung dürfte sich aber in nahezu unverändertem Ausmaß fortsetzen. Per saldo fast jeder dritte Betrieb rechnete mit steigenden Umsätzen in den nächsten Monaten.

Nach dem Auftragsschub zur Jahresmitte 1999 hat sich die Nachfrage im Bereich Environmental Services im Berichtszeitraum merklich abgeschwächt, ein leichtes Plus konnte aber noch erzielt werden. Das vierte Quartal bescherte den Unternehmen dennoch ein recht beachtliches Umsatzplus, das Vorjahresergebnis wurde etwa erreicht. Günstiger hatte es dagegen im zweiten und dritten Quartal 1999 ausgesehen. Dementsprechend wurde auch die aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so günstig gesehen wie zuvor, und auch die Zuversicht hinsichtlich der Perspektiven hat binnen Jahresfrist deutlich nachgelassen. Ein moderates Umsatzwachstum wird dennoch in Rechnung gestellt, per saldo jeder fünfte Testteilnehmer rechnete mit steigenden Umsätzen in den nächsten Monaten.

Lebhaftere Nachfrage nach Wartungsdienstleistungen führte offenbar zu höheren Umsätzen und veranlasste die Unternehmen, ihren Geschäftsverlauf genauso günstig zu beurteilen wie bisher. Fast die Hälfte der Testteilnehmer sprach von einem guten Geschäftsverlauf, gut jeder dritte erwartet eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Die Auftragslage wurde im großen und ganzen als befriedigend bezeichnet, das Umsatzwachstum dürfte sich aber auch hier in naher Zukunft verlangsamen.

Obwohl die Nachfrage nach Ausbildung und Schulung weiterhin äußerst schleppend verlief, hat sich die aktuelle Geschäftslage aus dem Tief vom Herbst erholt. Die Umsätze schnellten zum Jahresendquartal nach oben, bei mehr als 40% der Testteilnehmer übertrafen sie das entsprechende Vorjahresergebnis. Die Urteile über die Auftragsreserven verschlechterten sich indes im vierten Quartal erheblich, sie lauteten nun vielfach als zu «klein». Nur relativ wenige Unternehmen rechneten mit einer Umsatzbelebung im ersten Quartal 2000, die Geschäftserwartungen lassen jedoch nach wie vor Optimismus erkennen.

Joachim Gürtler

 

1 O.V., IuK bleibt zweitgrößte Branche in Deutschland, in: Computerwoche vom 11. Februar 2000, S. 6.

2 Der nominale Umsatz im deutschen Software- und Services-Markt betrug (nach Diebold Markt-Forum, unveröffentlichte Ergebnisse, Novmeber 1999) 1999: 53,6 Mrd. DM.

3 W. Dostal, "Greencard" für Computerfachleute, Anwerbung kann Ausbildung nicht ersetzen, in: IAB Kurzbericht Nr. 3 vom 4. April 2000. Die Zahl der Beschäftigten im Bereich Software und IT-Deinstleistungen betrug 1999 nach einer Verbandsstatistik knapp 300 000 Personen.

4 J. Gürtler, Gute Stimmung bei den DV-Dienstleistern, in: ifo Schnelldienst 9 / 1999, S. 4.

5 O.V., Nicht jeder profitiert, in: Computerwoche Nr. 3 vom 21. Januar 2000, S. 1.

6 Beratung und Unterstützung bei der Beschaffung von Hard- und Software, Tehcnologie- und Systemberatung, Beratung über Systemsicherheit, Entwicklung von Standard-, Anwender- und Systemsoftware, Systemanalyse und Programmierung, Systemintegration.

7 Kostenpflichtige Wartungsdienstleistungen für DV-Equipment, wie z. B. Reparatur, Installation, Abbau, vorbeugende Wartung.

8 Kostenpflichtige Schulungs- und Trainingsdienstleistungen, welche im Hause des Anbieters, beim Kunden oder bei Dritten erbracht werden und die dazugehörigen Schulungsunterlagen.

9 Leasing oder Vermietung von Rechnerzeit, Mehrwertdienste, Datenfernübertragungs- und Datenfernverarbeitungsdienste, Datenerfassung.

10 Dienstleistungen zur Übernahme von DV-Aufgaben für andere Unternehmen.

11 Dienstleister, die die Unternehmen zur Unterstützung im DV-Bereich engagieren können, wie z. B. Kundenunterstützung beim Betrieb und bei der Produktion, Software-Installation, Umzug und Installation von DV-Equipment, Bereitstellung von Vorsorge-Dienstleistungen.

12 Vg. G. Nerb, Jahr 2000-Umstellung in der Industrie ein lösbares Problem, in: ifo Schnelldienst 35-36/1999, S. 3ff.




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