Ökonomenpanel von ifo und FAZ
Im Ökonomenpanel von ifo und FAZ werden alle zwei Monate Professoren der Volkswirtschaftslehre an deutschen Universitäten zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen befragt. Der Öffentlichkeit soll somit eine differenzierte ökonomische Sichtweise zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen Deutschlands präsentiert werden. Die Ergebnisse des Ökonomenpanels werden regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht.
Sondervermögen unter der Lupe: Ökonomen äußern Zweifel
Im Februar 2025, unmittelbar nach der Bundestagswahl, hat der alte Bundestag eine Änderung des Grundgesetzes beschlossen. Sie sieht neben einer Bereichsausnahme für Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse auch die Einrichtung eines Sondervermögens für „Infrastruktur und Klimaneutralität“ vor. Das Sondervermögen ist auf zwölf Jahre angelegt und umfasst Kreditermächtigungen in Höhe von 500 Milliarden Euro, die nicht auf die Schuldenbremse angerechnet werden.
100 Tage schwarz-rote Bundesregierung: Ökonomen ziehen erste Zwischenbilanz
Am 6. Mai 2025 wurde Friedrich Merz zum Bundeskanzler einer schwarz-roten Koalition gewählt. Nach 100 Tagen im Amt zieht das 52. Ökonomenpanel von ifo und FAZ eine erste wirtschaftspolitische Bilanz der Regierung und beurteilt die bisherigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen. An der Umfrage im Zeitraum vom 29. Juli bis zum 5. August 2025 nahmen 170 VWL-Professorinnen und VWL-Professoren teil.
Der schwarz-rote Koalitionsvertrag im Ökonomen-Test
Am 05.05.2025 haben die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD ihren 144 Seiten starken Koalitionsvertrag mit dem Titel Verantwortung für Deutschland in Berlin unterzeichnet. Damit beginnt die fünfte schwarz-rote Koalition in der Geschichte der Bundesrepublik. Vor diesem Hintergrund widmet sich das 51. Ökonomenpanel von ifo und FAZ der ökonomischen Bewertung des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und SPD. An der Umfrage im Zeitraum vom 6. Mai bis zum 13. Mai 2025 nahmen 179 VWL-Professorinnen und VWL-Professoren teil.
Informationen
In der öffentlichen Debatte werden bei wirtschaftspolitischen Fragestellungen oftmals lediglich zwei – häufig gegensätzliche – ökonomische Meinungen präsentiert. Daraus lassen sich weder die Mehrheitsverhältnisse noch die Meinungsvielfalt unter den Ökonomen zu einem Thema ablesen. Das Ökonomenpanel bietet der Öffentlichkeit darum eine differenziertere ökonomische Sichtweise zu ausgewählten wirtschaftspolitischen Fragestellungen.
2016 von Prof. Dr. Niklas Potrafke ins Leben gerufen, wird die Umfrage digital und standardisiert unter knapp 650 Professoren für Volkswirtschafslehre durchgeführt. Die Teilnahmequote liegt bei durchschnittlich 25%.
Neben der Veröffentlichung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung werden die Ergebnisse des Ökonomenpanels darüber hinaus im ifo Schnelldienst, auf der ifo Homepage sowie mittels ifo Pressemitteilungen veröffentlicht. Alle Umfrageergebnisse des Ökonomenpanels sind auf der ifo Homepage im Detail abrufbar und kommen zunehmend auch in der Lehre zum Einsatz.