Umfrageergebnisse
Die Unternehmensbefragungen haben das ifo Institut bekannt gemacht und sich als zentraler Service für Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit etabliert. Die Indizes, die daraus regelmäßig generiert werden, helfen Entscheider*innen in Firmen, Verbänden, staatlichen Stellen und in der Politik, die wirtschaftliche Entwicklung zuverlässig einzuschätzen. Die regelmäßig erhobenen Daten fließen darüber hinaus auch in die ifo Konjunkturprognose ein. Ökonom*innen des ifo, aber auch externe Forscher*innen können Mikrodaten aus den ifo-Umfragen nutzen, um z.B. Analysen von ökonomischen Verhaltensmustern vorzunehmen. Die Umfragetechnik des ifo Instituts hat sich bewährt: Sie wird mittlerweile in mehr als 50 Ländern eingesetzt.
Das ifo Institut führt seine Konjunkturumfragen ausschließlich schriftlich oder online durch und nicht bei Privatpersonen. Es verlangt in keinem Fall Geld für die Teilnahme an Umfragen.
Warnung vor betrügerischen Anrufen im Namen des ifo Instituts
Derzeit kommt es vermehrt zu betrügerischen Telefonanrufen, bei denen sich die Anrufenden unrechtmäßig auf das ifo Institut berufen. Das ifo Institut fordert in keinem Fall Geld für die Teilnahme an Befragungen.
ifo Geschäftsklimaindex
ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (August 2026)
Die Zuversicht unter den Unternehmen in Deutschland hat zugenommen. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im August auf 88,8 Punkte, nach 86,7 im Juli . Die Unternehmen waren zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Auch ihre Erwartungen korrigierten sie deutlich nach oben. Die Unsicherheit nahm weiter ab. Trotz des erneuten Energiepreisanstiegs erholt sich die deutsche Wirtschaft.
ifo Geschäftsklima Ostdeutschland hellt sich erneut auf
Der ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland hellte sich im August erneut leicht gegenüber dem Juli auf. Das Stimmungsbarometer für die regionale Wirtschaft Ostdeutschlands stieg von 89,1 Punkten im Juli auf 89,8 Punkte im August. Die befragten ostdeutschen Unternehmen schätzten die aktuelle Geschäftslage etwas schlechter ein und äußerten sich zugleich deutlich optimistischer zu ihren Geschäftserwartungen.
ifo Geschäftsklimaindex Sachsen sinkt leicht im August
Der ifo Geschäftsklimaindex für Sachsen ist im August etwas gesunken. Von 93,3 Punkten im Juli sank das Stimmungsbarometer für die sächsische Wirtschaft auf 92,4 Punkte im August. Die befragten sächsischen Unternehmen berichteten von einer etwas schlechteren Geschäftslage als im Vormonat und senkten ihre Erwartungen für den zukünftigen Geschäftsverlauf leicht ab.
Weitere Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen
ifo Exporterwartungen stark gestiegen (August 2026)
Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich deutlich verbessert. Die ifo Exporterwartungen stiegen im August auf +9,6 Punkte, nach -2,8 Punkten im Juli. Dies ist der höchste Wert seit Februar 2022 und der stärkste Anstieg seit Juni 2020. „Die Exportwirtschaft nimmt Fahrt auf“, sagt Klaus Wohlrabe. „Insbesondere die Ausfuhr in die EU boomt, während die Exporte nach China weiter schwächeln.“
Firmen streichen weniger Jobs (August 2026)
Die Unternehmen in Deutschland wollen weniger Stellen abbauen als bisher. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im August auf 94,8 Punkte, nach 93,0 Punkten im Juli. Das ist der höchste Wert seit Mai 2025. „Der Arbeitsmarkt zeigt eine leichte Aufwärtsbewegung“, sagt Timo Wollmershäuser. „In Summe werden aber noch Arbeitsplätze abgebaut.“
Knapp die Hälfte der Selbständigen klagt über Auftragsmangel
Etwa jeder zweite Selbständige (47,3%) in Deutschland berichtet von fehlenden Aufträgen. Das zeigt eine aktuelle ifo Umfrage. „Viele Selbständige spüren, dass ihre Kunden sich bei der Vergabe von Projekten zurückhalten“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „Gleichzeitig bleibt die private Konsumnachfrage gedämpft.“